Endlich! Die Weltformel! Per Brute-Force.

Montag, 06. April 2009

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Spätestens der legendäre Schach-Kampf zwischen Deep Blue und Kasparow hat es uns bewiesen: Nicht künstliche Intelligenz, sondern die Fähigkeit innerhalb kürzester Zeit unendlich viele Varianten eines Spielzuges zu generieren und auf ihre Gewinn-Wahrscheinlichkeiten miteinander zu vergleichen sind die eigentlichen Stärken eines Computers. 

Stellen wir uns jetzt ein Computer-Programm vor, das praktisch überhaupt keine Intelligenz besitzt und den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt ist, als nach dem Chaos-Prinzip unendlich viele Variationen von mehr oder weniger sinnvollen Formeln zu erzeugen. Erst im nächsten Schritt prüft das Programm, ob die Formeln nicht zufällig genau die langersehnte mathematische Antwort auf eine naturwissenschaftliche Frage ist.

Wetten: Ohne auch nur einen müden Gedanken zu wälzen hätten wir durch diese Brute-Force-Methode innerhalb von wenigen Tagen die gesamten altgriechischen Trigonometrie-Weisheiten auf dem Schirm. Und – Hand aufs Herz und Genialität beiseite – rein formal betrachtet ist auch Einsteins e=mc2 nicht unbedingt eine für den Zufallsgenerator unerreichbare Blüte der kreativen Formschöpfung.

Abgesehen davon hätte das Ganze auch einen gewissen Sympathiebonus – die Suche nach Antworten ohne die Frage zu kennen ist ja auch beim Homo Sapiens ein nicht unbekanntes Phänomen!